Der Clicker

Clicker in der Ausbildung ist eine tolle Sache, wenn er richtig eingesetzt wird, da er präziser eingesetzt werden kann, wie zB Stimme. Für den Hund ist der Clicker ein eindeutiges Signal. Im Gegensatz zu unserer Stimme ist er keinen Emotionen unterworfen, er ist IMMER gleich. Daher kann der Hund dieses Sinal auch immer richtig deuten.

Das Geräusch des Clickers gibt es im Alltag nirgendwo, es kann sich also nicht verschleißen. Der Clicker ist punktgenau auf die Sekunde (wenn der Mensch ihn richtig einsetzen kann). Es gibt keine Zeitverzögerung bei der Bestätigung, wie das mit unserer Stimme zwangsläufig der Fall ist. Aus diesen Gründen ist der Clicker ein so gutes Hilfsmittel in der Erziehung und Ausbildung.

Der Clicker ist kein Muss in der Hundeausbildung, aber er erleichtert die Arbeit mit dem Hund ungemein, wenn - ja wenn der Mensch sich vorher das nötige Wissen dazu angeeignet hat.

Alles Wissenswerte um dieses tolle Hilfsmittel könnt ihr weiter unten nach lesen.

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Hier mal ein kurze, nicht Ernst gemeinte Erklärung, zum hören:

          

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Alle die clickern, sollten folgendes wissen!!!    

                     

Erstmal Grundlegendes:


Mit dem Clicker lernen Tiere durch positive Verstärkung in Form von Belohnung. Clickertraining ist mit nahezu jeder Tierart möglich. Es wird bei Delphinen, Hunden, Katzen, Pferden, Vögeln. Der Clicker ist ein so genannter sekundärer Verstärker.

                                                                                            

Wie anwenden?

Wichtig ist für das Tier dass es die Bestätigung seines Verhaltens innerhalb eines möglichst kurzen Zeitraums erfährt, so dass der Zusammenhang zwischen Verhalten und Konsequenz (die Verknüpfung) erhalten bleibt. (das Verknüpfungszeitfenster für Hunde und Katzen liegt im Bereich von einer halben Sekunde).       

                                  

        
                                                                                                                                           
Der Klick selbst ist keine Belohnung, sondern nur ein Markierungssignal für den präzisen Moment des gezeigten Verhaltens, wie ein fotografischer Schnappschuss. Das Signal überbrückt den Zeitraum von Markierung des Verhaltens bis zur Belohnung. Dies ist auch der Vorteil vom Clickern, das Verhalten lässt sich punktgenau bestätigen und ist im Gegensatz zur Stimme des Menschen, frei von dessen Emotionen und immer gleich. 

                                                                                                                                                      

Das Geräusch des Clickers ist für das Tier zunächst bedeutungslos. Wird der Clicker unmittelbar vor der Gabe von Leckerlie betätigt, lernt das Tier nach einigen Wiederholungen, dass der Clicker Futter ankündigt (Klassische Konditionierung).

                                      

Wie trainieren? 
Das Tier zeigt zufällig ein bestimmtes Verhalten. Der Trainer passt den Augenblick ab, in dem das Verhalten auftritt und „belohnt“ es mit einem Clicken (man nennt diesen Vorgang auch „einfangen“ oder Free Shaping)     
                                                           

Durch Hilfen (das Tier kann in einer Situation sich nur in bestimmter Weise verhalten) erzeugtes Verhalten wird mit Klicken belohnt. 


                                                                                                                                    

Ansätze zu einem Verhalten werden belohnt und die Annäherung an das Trainingsziel (ein bestimmtes Verhalten, das das Tier momentan noch nicht zeigt) ausgearbeitet (shaping = Formung).
                                                                                                                                           Eine Aneinanderreihung von Einzelverhaltensweisen (Verkettung) erzeugt eine komplexe Verhaltenskette. Hierbei wird jeder Einzelschritt (jedes einzelne Verhalten) zum Auslöser von weiteren Verhaltensweisen, die das Tier zu einem festgelegten Ziel führen. 
                                                                                                                               

Falsche oder nicht abverlangte Tätigkeiten des Hundes werden nicht korrigiert, sondern ignoriert.                                                                                                              
          

                                                                                                                                                        
                                                                                                                                    
Clickertraining ist eine wirkungsvolle Ausbildungsmethode, kann aber durch falsches anwenden zu Misserfolgen führen. Das ansonsten klare Signal könnte an Bedeutung verlieren, weil die Zuordnung für das Tier nicht mehr nachvollziehbar ist (Clickern zum falschen Zeitpunkt, zu spät usw.).    

                                                                                                                                                                                Hunde, die mit dem Clickertraining sehr vertraut sind, sind während des Trainings oft hoch motiviert, gelegentlich sind sie allerdings übermotiviert und zeigen dies durch unerwünschtes Bellen oder zeigen erlernte Verhaltensweisen, die der Hundehalter in diesem Moment nicht sehen möchte.

Also: Viel Spass beim trainieren